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Sternschnuppenkunde
Quelle: www.geo.de/geolino/
Als Meteor wird das Aufleuchten von Sternschnuppen bezeichnet, wenn sie als kleine Gesteins- oder Staubteilchen (ab etwa 0,1 mm Größe) in der Hochatmosphäre verglühen, sowie das Aufleuchten größerer Körper (Feuerkugeln).
Die astronomische Wissenschaft der Meteore im engeren Sinne ist die Meteorkunde. Als Meteore werden heute vor allem die Leuchterscheinungen der Sternschnuppen bezeichnet; bei größerer Helligkeit spricht man von Feuerkugeln oder Boliden. Sie werden von kleinen, in die Erdatmosphäre eindringenden Meteoroiden erzeugt, die beim Verglühen die Luftteilchen ionisieren (Rekombinationsleuchten). Die wenigen bis zur Erdoberfläche herabfallenden Körper nennt man Meteorite.
Die Überreste des Verglühens und die feinsten, nicht freiäugig sichtbaren Meteore (Mikrometeoriten) ergeben dann die extraterrestrischen Aerosole. Die Schätzungen des dauernd herabrieselnden Meteorstaubs reichen von einigen hundert bis 5000 Tonnen pro Tag.
Fast immer sind die meisten Sternschnuppen in der zweiten Nachthälfte zu sehen, weil dann der Beobachter auf der Vorderseite der Erdbewegung um die Sonne liegt. Besonders deutlich wird dies bei der Beobachtung von Meteorschwärmen wie den Perseiden im August oder den Geminiden im Dezember.
Die Geminiden stammen vom Kleinplaneten Nummer 3200 Phaeton ab. Sie strahlen vom Sternbild Zwillinge aus, nahe dem Stern Castor, und treffen mit verhältnismässig langsamen Tempo ein (35 km/sec)
Die ersten Sternschnuppen (Geminiden) zeigen sich um den 4., die letzten um den 17. Dezember am Himmelsgestirn. Am 14.12.2022 ist die Wahrscheindlichkeit am höchsten Sternschnuppen in der Region zu entdecken, da der Mond erst um 21 Uhr aufgeht.
Normalerweise sind die meisten Sternschnuppenströme in der späteren zweiten Nachthälfe am besten zu sehen, weil ihr jeweiliger Ausstrahlungspunkt erst nach und nach seine größte Höhe am Firmament erreicht. Nicht so bei den Geminiden: Ihr Radiant in den Zwillingen geht schon gegen 16.40 Uhr auf. Die astronomische Nacht beginnt ausserdem schon zeitig, um 17.55 Uhr.
Man kann diesen Strom also sehr gut in der ersten Nachhälfte beobachten.
Zwischen dem Ende der astronomischen Dämmerung und dem Mondaufgang verbleibt am Maximumstag, dem 14.12.2022, somit ein abendliches Beobachtungsfenster von vier Stunden.
Quelle: www.tipps.himmelszelt.at/meteore
Der Sternefotograf Markus Eichenberger liegt nächtelang auch bei eisigen Temperaturen auf den höchsten Gipfeln wach, um mit Langzeitbelichtung oder Zeitraffer das perfekte Sternenbild zu erwischen. Diesen Boliden hat er Ende Juli aufgenommen über dem Eggishorn
Weitere Infos: www.markuseichenberger.com/chasing-stars
Ob Mythos oder wahr: wir wünschen Ihnen für das kommende Jahr viel Glück, Gesundheit und Erfolg.